JUNGIANA MARIE-LOUISE VON FRANZ: Traum und Tod

JUNGIANA MARIE-LOUISE VON FRANZ:  Traum und Tod
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Was uns die Träume Sterbender sagen

«Was sagt das Unbewusste des Menschen, das heisst seine Instinktwelt, zur Tatsache des bevorstehenden Todes?» Von dieser Frage geht die Autorin aus bei ihrer Untersuchung von Todesträumen sterbender Menschen. Da Träume gleichsam die Stimme der Natur in uns sind, geht es ihr letztlich um die Frage, wie uns die Natur auf unseren Tod vorbereitet. Und sie stellt fest, dass der Tod in den Träumen nicht als ein definiertes Ende, sondern als ein tiefgehender Wandlungsprozess in Erscheinung tritt, der zu einer Fortsetzung des Lebens in unbekannter Form überleitet. Zu diesem Ergebnis gelangt die Autorin durch den Vergleich der Träume heutiger Menschen im Umkreis des Todes mit weltweit verbreiteten mythologischen Vorstellungen, wobei erstaunliche Entsprechungen zu Tage treten, beispielhaft zieht sie die altägyptischen Totenrituale und die alchemistische Symbolik bei. Gleichzeitig stellt sie fest, dass in den Träumen Sterbender die gleichen Bilder erscheinen wie im Individuationsprozess, ja, dass sich Individuationsträume und Todesträume in ihrer archetypischen Symbolen nicht unterscheiden.
Die Ungewissheit, was im Tod geschieht, bleibt bestehen. Doch wer auf die tröstliche Botschaft der Träume zu vertrauen vermag, wird ihm zuversichtlicher entgegentreten.

Marie-Louise von Franz, 1915-1998, geboren in München. Doktorat in klassischer Philologie an der Universität Zürich. Ab 1934 Zusammenarbeit mit C. G. Jung (bis zu seinem Tod 1961), besonders im Zusammenhang mit seinen Studien über Alchemie. Sie ergänzte sein Alterswerk «Mysterium Coniunctions» mit einer sorgfältigen Interpretation der «Aurora consurgens», eines christlich-alchemistischen Textes. Langjährige Dozentin und Lehranalytikerin am C. G. Jung-Institut in Zürich und Ehrenpräsidentin am Forschungs- und Ausbildungszentrum für Tiefenpsychologie nach C. G. Jung und Marie-Louise von Franz.
Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem zur Traum- und Märchendeutung, über die mittelalterlichen Gralserzählungen, die Versionen des Niklaus von Flüe, die Probleme der Projektion und über ihre Forschungen zur Synchronizität.

«Der Anblick des Alters wäre wohl unerträglich, wenn wir nicht wüssten, dass unsere Seele in eine Region reicht, die weder der Veränderung der Zeit noch der Beschränkung durch den Ort verhaftet ist. In jener Seinsform ist unsere Geburt ein Tod und unser Tod eine Geburt. Im Gleichgewicht hängen die Waagschalen des Ganzen.»
C. G. Jung, Briefe II, S. 205

Umschlaggestaltung: Walter Voser
Umschlagbild: Pektoral des Tutenchamun, Theben um 1340 v. Chr., Ägyptisches Museum, Kairo

208 Seiten, 15 Skizzen, gebunden

Zusatzinformation

ISBN 978-3-908116-65-3
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